[alle]

Wort Definition
a-, an- (griech. Vorsilbe) ohne
ab- (lat. Vorsilbe) von, von. ..weg
abducens der sechste Hirnnerv, innerviert den lateralen Augenmuskel, der das Auge nach außen dreht, bzw. der mit ihm assoziierte Kern im Zentralnervensystem
Abduktor ein Muskel, der einen Körperteil aus der Sagittalebene herausbewegt oder zwei Körperteile voneinander trennt
abgeleitetes Merkmal ein Merkmal, das sekundär aus einem ursprünglichen Merkmal entstanden ist
Abreißen Auftriebsverlust einer Tragfläche, Strömungsabriss
Acetabulum tassenförmige Einbuchtung im Beckenknochen, die den Kopf des Femurs aufnimmt
acoel wird ein Wirbelzentrum genannt, das an beiden Enden mehr oder weniger flach ist; platyan
acrodont werden wurzellose Zähne genannt, die an ihrer Basis mit dem Kieferknochen verschmolzen sind
Acrosom die Struktur, die den Kopf einer Spermienzelle an der Spitze bedeckt und die bei der Befruchtung eine Rolle spielt
Actinopterygium eine Flosse mit knöchernen Radialia, ohne fleischigen Stiel oder Skelettachse
Acusticolateralis-System das Seitenliniensystem und das Innenohr
ad-, af-, ag- usw. (lat. Vorsilbe) auf eine Struktur hin
Adaptation Anpassung und Toleranz an bzw. gegenüber Umweltfaktoren. Vorgang, der Organe oder Funktionen von Organismen im Sinne einer besseren Eignung zum Leben in einer bestimmten Umgebung ändert. A. bezeichnet neben dem Prozeß auch den Zustand eines Organismus, der sich zum Leben in einer bestimmten Umgebung eignet.
Adaptation eine Eigenschaft oder ein Merkmal, das zur Anpassung eines Organismus an seine Umgebung beiträgt und in der Regel das Überleben der Art durch natürliche Selektion begünstigt
Adaptive Radiation Evolutionäre Divergenz von Mitgliedern einer einzigen phylogenetischen Linie zu einer Vielfalt verschiedener, adaptiver Formen; meist bezogen auf die Diversifizierung im Gebrauch von Ressourcen oder Habitaten.
Adduktor ein Muskel, der einen Körperteil zur Sagittalebene hin bewegt oder zwei KÖrperteile aufeinander zu bewegt
Adenohypophyse endokriner Teil der Hypophyse, der aus der Hypophysentasche entsteht und zahlreiche Peptidhormone bildet
Adhäsion das Zusammenhaften verschiedenartiger Materialien; auch die molekulare Anziehung, die zwischen Kontaktoberflächen ausgeübt wird
aerober Stoffwechsel Energiegewinnung durch den vollständigen Abbau von Nahrungsstoffen in der Anwesenheit von Sauerstoff, wobei Kohlendioxid und Wasser entsteht
afferent zu einer Struktur hin- oder in sie hineinleitend
Agamospezies uniparentale Art.
Agnatha alle kieferlosen Vertebraten
alar flügelähnlich
Allantois die Embryonalhülle der Amnioten, die aus der Hinterdarmanlage entsteht und eine Rolle bei der Atmung und Exkretion des Embryos spielt
Allometrie Analyse der Korrelation zwischen Form und Größe; Proportionsänderung eines Organs gegenüber anderen Organen, z.B. während der Entwicklung
Allometrisches Wachstum Die Wachstumsrate eines Organs oder Körperteils eines Organismus weicht von derjenigen eines anderen Teils oder des Gesamtkörpers ab; positiv allometrisches W. bedeutet, der betreffende KÖrperteil wächst schneller; negativ allometrisches W. bedeutet, der betreffende Körperteil wächst langsamer.
Allopatrische Population Populationen, z. B. Arten, die in räumlich getrennten geographischen Arealen vorkommen.
Alula der erste Finger des Vogelflügels zusammen mit seinen Federn
Alveolus ein kleiner, lappenartiger Hohlraum, z. B. in der Säugerlunge
Ameloblast eine schmelzbildende Zelle
Amnion die innerste Embryonalhülle der Amnioten
Amniota Vertebraten, deren Embryonen von einem Amnion umgeben sind: Reptilien, Vögel und Säugetiere
Amphiarthrose ein Gelenk, das nur eine begrenzte Bewegung erlaubt; Füllgelenk
amphicoel wird ein Wirbelzentrum genannt, das auf beiden Seiten konkav ( eingebuchtet) ist
Amphistylie Kieferaufhängung am Chondrocranium, die zum Teil direkt und zum Teil über das Hyomandibulare gebildet wird
Ampulle Erweiterung eines Kanals, wie z. B. der Bogengänge des Innenohrs
Amygdala eine Struktur des Vorderhirns, die aus dem Palaeopallium entsteht (s. auch Palaeocortex)
an- (griech. Vorsilbe) ohne, nicht (vgl. a- )
anaerober Stoffwechsel Energiegewinnung durch den unvollständigen Abbau von Nahrungsstoffen in Abwesenheit von Sauerstoff
Anagenese Jede Art kontinuierlicher evolutiver Veränderungen innerhalb einer Entwicklungslinie.
Analogie eine strukturelle Ähnlichkeit, die auf einer gemeinsamen Funktion beruht, nicht auf gleicher phylogenetischer Herkunft
Analogie, analoge Strukturen Strukturen sind analog, wenn sie die gleiche Funktion haben.
Anamniota Vertebraten, deren Embryonen nicht von einem Amnion umgeben sind; Fische und Amphibien; Anamnia
anapsid ohne Schläfenfenster in der Temporalregion des Schädels
Anastomose eine Verbindung zwischen zwei Blutgefäßen
Androgene männliche Sexualhormone
animaler Pol die Region des Eies, in welcher der Kern liegt und die Zellteilungsaktivität am höchsten ist
Anstellwinkel Winkel zwischen der Tiefe einer Tragfläche und dem anströmenden Luft- oder Wasserstrom
ant-, anti- (griech. Vorsilbe) gegen, entgegengesetzt, gegenüber
Antagonist ein Muskel, dessen Wirkung derjenigen eines anderen Muskels entgegenwirkt
antiklin wird ein Brustwirbel genannt, dessen senkrecht zur Längsachse ausgerichteter Dornfortsatz den Übergang zwischen nach hinten und nach vorne gerichteten Dornfortsätzen darstellt
Aorta der Hauptarterienstamm
apomorphes Merkmal (Apomorphie) ein Merkmal einer Organismengruppe, das sich im Vergleich zu seiner früheren Ausbildung verändert hat; ein abgeleitetes Merkmal, eine evolutive Neuheit in einer monophyletischen Gruppe
Apomorphie, apomorph Evolutive Neuheit, die als Ergebnis von Mutationen oder Gentransfer in Populationen der Stammlinie eines Monophylums entstanden ist.
Aponeurose ein zähes, flaches Bindegewebsblatt, das dazu dient, die Kraftentwicklung oder die Spannung eines Muskels zu verteilen
Apophyse Wirbelfortsatz; spezifische Fortsätze werden durch Vorsilben benannt
Arachnoidea die mittlere Hirnhaut des Zentralnervensystems der Säugetiere
Arbeit Produkt aus der Kraft eines Muskels und der Distanz, über die er agiert
archaeo-, archi- (griech. Vorsilbe) beginnend, das erste, primitive, Vorfahre, Haupt-
Archenteron Urdarm, embryonales Verdauungsrohr
Archinephros eine hypothetische ursprüngliche Niere, die sich aus allen Nephrotomen bildet; Holonephros
Archipallium medialer Teil des cerebralen Cortex; umfasst Hippocampus, Gyrus dentatus, Fornix, Gyrus diagonalis, parahippocampale Region
Archipterygium eine Flosse mit fleischigem Stiel und einer zentralen Skelettachse, die auf beiden Seiten von Radialia flankiert wird
Archistriatum ventraler Teil der Basalganglien
archo- (griech. Vorsilbe) Herrscher, herrschend
Arterie ein Gefäß, das Blut vom Herzen wegführt
Aspidin nichtzellulärer Knochen
Atavismus Rückfall in die Ahnengestalt; Auftreten eines plesiomorphen Merkmalszustandes in einem Taxon, das normalerweise den apomorphen Zustand aufweist.
Atrium ein Hohlraum; der Herzabschnitt zwischen Sinus venosus und Ventrikel; Vorkammer
auditorisch bezieht sich auf das Hören
Auftrieb die Kraft, die durch eine Tragfläche (oder eine Flosse) erzeugt wird und im rechten Winkel zu dem anströmenden Luftstrom (oder Wasserstrom) steht
Auftriebsmittelpunkt der Punkt in einem untergetauchten Körper, der den Schwerpunkt des verdrängten Wassers repräsentiert; der Punkt, durch den die resultierende Kraft des Auftriebs wirkt
Ausleger ein vorstehender Balken oder ähnliches Teil, das nur an einem Ende gestützt wird
autonom bezieht sich auf den Teil des peripheren Nervensystems, der die visceromotorische Innervierung des Blutgefäß-, Verdauungs-, Fortpflanzungssystems und einiger anderer unwillkürlicher Organe stellt
Autostylie Aufhängung des Kiefers direkt vom Chondrocranium, ohne Beteiligung des Hyomandibulare
Außengruppe Ein Taxon, das sich von einer Gruppe anderer Taxa abspaltete, bevor diese untereinander divergierten.
Außengruppe in der Kladistik sind dies Organismen, die mit einer untersuchten Gruppe verwandt, aber nicht Teil von ihr sind; der Außengruppenvergleich dient der Merkmalspolarisierung, d. h. die Merkmalsausprägung in der Außengruppe wird gegenüber der Innengruppe als ursprünglich angesehen
Außengruppenvergleich (kladistischer A.) Festlegung mindestens eines Taxon als Außengruppe; eine Merkmalsanalyseerfolgt nicht.
Außengruppenvergleich (phylogenetischer A.) Analyse der Wahrscheinlichkeit, daß ein Merkmal eine evolutive Neuheit und das Fehlen dieses Merkmals bei allen anderen Organismen (=Außengruppe ) der phylogenetisch ältere Zustand ist.
Axon der Ausläufer eines Neurons, der die Erregung vom Zellkörper wegleitet
Barten hornige Platten im Mund zahnloser Wale, die Nahrung aus dem Wasser fIltrieren
Basalganglien Komplex von Nervenzellen im Vorderhirn von Säugetieren
Basalmembran die dünne Membran, welche die Epidermis von der Dermis trennt
Beschleunigung Geschwindigkeitszunahme pro Zeiteinheit; Kraft geteilt durch Masse
Bewegungsgröße die Kapazität eines Objektes, sich in einer geraden Linie zu bewegen und einen Widerstand zu überwinden; das Produkt aus Masse und Geschwindigkeit
bi- (lat. Vorsilbe) zweifach, doppelt, zwei
Bindegewebsknochen Knochen, der direkt ossifiziert, ohne einen Knorpel zu ersetzen; Hautknochen
Binominale Nomenklatur, Binomen System, nach dem jede Art einen aus zwei Begriffen bestehenden Namen erhält, wovon der erste der Gattungsname und der zweite der Artname ist.
Biospezies Art im Sinne des biologischen Artkonzeptes.
Biparental zweielterlich
Blastocoel der Hohlraum der Blastula
Blastocyste Blastula der Säugetiere, die durch ein großes Blastocoel charakterisiert ist
Blastoderm die Blastula telolecithaler Eier, die aus einer Keimscheibe, die dem Dotter aufliegt, besteht
Blastomere die Zellen, in die sich das Ei während der Furchung teilt
Blastoporus die Öffnung des Gastrocoels
Blastula Hohlkeim; früher Embryo, der aus einer oder mehreren Zellschichten aus mehreren hundert Zellen besteht
Bodeneffekt energetischer Vorteil, der durch niedriges Gleiten oder Fliegen über einer flachen Oberfläche gewonnen wird
brachial auf den Arm bezogen
branchial auf die Kiemen bezogen
Brechschere die Zähne fleischfressender Säugetiere, die gegeneinander scheren: bei rezenten Formen der obere vierte Prämolar und der untere erste Molar
brev- (lat. Vorsilbe} kurz
Bronchus ein Luftweg innerhalb der Lunge, der durch Knorpel gestützt wird
bunodont mit niedrigen Höckern auf den Molaren; bei den meisten allesfressenden Säugetieren
Caecum eine taschenartige Ausstülpung des Verdauungstraktes, Blinddarm
Calcar ein knorpeliger Stab, der eine Flughaut stützt
Carapax eine dorsale knöcherne Bedeckung, z. B. bei einer Schildkröte oder einem Gürteltier
cardial auf das Herz bezogen
carnivor fleischfressend
Carotide eine der großen Halsarterien
caudal auf den Schwanz bezogen, hinten
Centrum Wirbelkörper
Ceratotrich schlanker, horniger, nicht segmentierter Flossenstrahl
Cerebellum Kleinhirn, Derivat des dorsalen Teils des Metencephalons
Cerebrum die Großhirnhemisphären des Telencephalons
cervical auf den Hals bezogen
Chiasma eine Kreuzung von Fasern, z. B. chiasma opticum Sehnervenüberkreuzung
Chondrocranium Teil des Kopfskelettes, der im Gegensatz zum Splanchnocranium aus Knorpel oder Ersatzknochen besteht; Neurocranium, Hirnschädel
Chondrocyte eine Knorpelzelle
Chorda dorsalis der fibrozelluläre Stab, der die Skelettachse embryonaler und mancher adulter Vertebraten bildet
Chordamesoderm das Dach des Urdarms, das die Neuralplatte induziert und selbst die Chorda dorsalis und Mesoderm bildet
Chorioidea eine gefäßreiche Schicht um das Gehirn bzw. die Retina
Chorion die äußerste Embryonalhülle der Amnioten
chromaffm wird endokrines Gewebe genannt, das funktionell mit dem Nebennierenmark in Verbindung steht, aber diffus ist
Chromatophore Pigmentzelle
Chronospezies Ein Abschnitt einer sich entwickelnden Linie, der in den fossilen Dokumenten bewahrt ist und der sich ausreichend von früheren oder späteren Mitgliedern unterscheidet, um mit einem eigenen Namen bezeichnet zu werden; entspricht nicht der biologischen Art.
Clade siehe monophyletische Gruppe.
Clitoris das weibliche Homolog des männlichen Penis
Cochlea der spiralförmige auditorische Teil des Innenohrs der Säuger
Colon Dickdarm
Conjunctiva Bindehaut des Auges
Conodonte kleine, zahnähnliche Fossilien; auch die Tiere, die diese Strukturen besaßen
Conus die am weitesten anterior gelegene der ursprünglichen Herzkammern
Coprodaeum der dorsale Teil einer teilweise unterteilten Kloake
Coprophagie Kotfressen, zur Aufnahme vitaminreichen Blinddarmkotes
Cornea der transparente, oberflächliche Teil des Augapfels
Corona radiata die aus dem Ovarfollikel abgeleiteten Zellen, die das Ei bei der Ovulation umgeben; auch: die Verzweigung der Pyramidenbahn in den cerebralen Hemisphären
Corpus Körper; eine Masse oder ein fester Teil eines Organs
Cortex der äußere Teil eines Organs, Rinde
Cosmin Dentin mit inneren Büscheln radiärer Kanäle
Crista sensorische Zellen in den Ampullen der Bogengänge
Crossopterygium eine Flosse mit fleischigem Stiel und einer Skelettachse, die einseitig von Radialia flankiert wird
ctenoid wird eine Fischschuppe mit gesägtem Rand genannt
Cupula die gallertige Struktur, in welche die Cilien eines Neuromastenorgans eingebettet sind
cutan auf die Haut bezogen
Cuticula dünne, nichtzelluläre, äußere Bedeckung der Haut mancher Tiere
cycloid wird eine rundliche Fischschuppe mit glattem Rand genannt
de- (lat. Vorsilbe) weg, hinunter, von
Decussation eine Nervenkreuzung von einer Seite des zentralen Nervensystems auf die andere; Decussatio pyramidum, Decussationes tegmenti etc.
Deduktion, deduktiv Schluß von einem allgemeinen Satz (erklärende Theorie) auf einen speziellen Satz (Einzelbeobachtung).
Deferenz ein wegführender Gang, z. B. der Ductus deferens des Urogenitalsystems
Dehnung Verformung eines elastischen kompakten Körpers, die durch eine Last verursacht wird
Delamination Bildung einer Gewebeschicht durch die Ausgliederung und anschließende Aggregation von Zellen aus einer bereits bestehenden Gewebeschicht
Deme, demisch Gruppe von Individuen einer Population, die in enger, gewÖhnlich panmiktischer Beziehung zueinander stehen.
Dendrit Ausläufer von Neuronen, welche die meisten präsynaptischen Impulse empfangen und zum Soma weiterleiten
Dendrogramm Graphische Darstellung, die eine baumartige Verzweigungsstruktur aufweist.
Dendrogramm jede beliebige graphische Stammbaumdarstellung
Dentikel kleine zahnähnliche Strukturen, die entweder von einem Hautpanzer und Schuppen aufragen oder unabhängig als kleine Schuppen vorkommen
Dentin ein Typ von Zahngewebe, der charakteristisch für Tetrapoden ist und außerhalb der Matrix Zellen enthält
Dentingewebe das Material der Zähne, Schuppen und Panzer, das härter ist als Knochen und weicher als Schmelz. Die Art von Dentingewebe, das in den Zähnen der Tetrapoden vorkommt, heißt Dentin
Depotschmierung Schmierung, bei der das Schmiermittel aus den schwammartigen Oberflächen der sich bewegenden Teile in die Kontaktzone zwischen ihnen gepresst wird
Dermatocranium der Teil des Kopfskelettes, der aus Bindegewebsknochen besteht
Dermatom der laterale Teil des Epimers
Dermis Corium Lederhaut; der innere Teil der Haut, entsteht aus dem Mesoderm
Diaphragma bei Säugetieren die muskuläre Unterteilung, welche die Pleural- und die Peritonealhöhle trennt; Zwerchfell
diaphragmatisch wird ein Thorakalwirbel mit meist nach oben gerichteten Präzygapophysen, aber mit lateral gerichteten Postzygapophysen genannt
Diaphyse der Schaft eines Röhrenknochens
diapsid mit zwei Schädelfenstern in der Temporalregion des Schädels
Diarthrose ein freibewegliches Gelenk mit einer Gelenkhöhle
Diencephalon Zwischenhirn, der posteriore Teil des embryonalen Prosencephalon; wird zum anterioren Teil des Hirnstamms
digitigrad auf Zehen ("Fingern") gehend; nur die Finger und die distalen Enden der Meta- podien stehen in Kontakt mit dem Untergrund, wenn das Tier steht oder sich bewegt; z. B. Katzen und Hunde
Dimorphismus Auftreten in zwei Erscheinungsformen.
diphycerk wird ein weitgehend symmetrischer Fischschwanz genannt, in dem sich die Wirbelsäule bis in die Schwanzspitze fortsetzt
diphyodont mit zwei Zahngenerationen
Diplospondylie zwei Wirbel pro primäres Körpersegment, z. B. in der Schwanzregion bestimmter Fische
distal liegt entfernt von der Zentralachse des Körpers
diözisch getrenntgeschlechtlich, d. h. die männlichen und die weiblichen Gonaden treten in unterschiedlichen Individuen auf
dorsal auf der Rückenseite oder der Seite, wo die Wirbelsäule des Körpers liegt
Dottersack Embryonalhülle, die den Dotter Uffigibt und resorbiert
Drehmoment das Produkt aus einer Kraft und dem senkrechten Abstand zwischen ihrer Wirkungslinie und dem Drehpunkt, um den sich ein Objekt dreht oder zu drehen versucht
Druck Kraft pro Flächeneinheit
Druckspannung Spannung in einem elastischen kompakten Körper, die aus einer Last resultiert, die direkt auf das Objekt zu gerichtet ist und senkrecht zu seiner Oberfläche steht
Druckwiderstand Strömungswiderstand auf ein sich bewegendes Objekt, der durch die Verlagerung des Fluids, durch ein Zurückfließen und die Bildung von Druckgradienten entsteht
Duodenum der erste Dünndarmabschnitt
durophag wird die Ernährungsweise genannt, bei der harte Stoffe, wie z. B. Schalen oder Nüsse, aufgebrochen werden müssen
dynamische Belastungsähnlichkeit maßstäbliche Veränderung der Körperhaltung und des Verhaltens, so dass Sicherheitsfaktoren unverändert bleiben, wenn sich die Körpergröße verändert
dynamisches Segeln Flug, der dadurch aufrecht erhalten wird, dass in einer Grenzschicht dem Wind Energie entzogen wird -gewöhnlich über dem Ozean
ec-, ecto- (griech. Vorsilbe) heraus, außen
Ectoderm die äußerste der drei embryonalen Keimblätter
Ectomesenchym Mesenchym, das aus den Neuralleisten entsteht
ectotherm wird ein Tier genannt, das seine Körpertemperatur in erster Linie aus seiner Umgebung bezieht
efferent etwas aus-, etwas heraus- oder von etwas wegleiten
Eisack Teil des Fortpflanzungssystems, wo Eier vor der Eiablage zurückgehalten, aber nicht ernährt werden
Elasmobranch ein Fisch mit Kiemensepten; Knorpelfische, z. B. Hai
elastische Ähnlichkeit maßstäbliche Veränderung, welche die Durchmesser der Stützstrukturen an die Körpermassen angleicht, so dass ein Durchbiegen und Beugen unverändert bleibt, wenn sich die Körpergröße verändert
Elastizität Fähigkeit eines gedehnten ( oder verformten) Festkörpers, seine ursprüngliche Größe und Form wiederzuerlangen, wenn die Last entfernt wird
Elastizitätsmodul Spannung geteilt durch Dehnung; ein Maß für die Verformung, die durch eine Lasteinheit ausgeübt wird
Embryoblast der innere Teil der Blastocyste der Säugetiere, aus dem der Embryo gebildet wird
Enameloid ein schmelzähnliches Gewebe, das aus dem Mesectoderm (Neuralleistenzellen) entsteht
Endemisch Eine Art, die auf ein bestimmtes Gebiet oder einen bestimmten Ort begrenzt ist.
endokrin in den Blutkreislauf sezernierend
Endolymphe Flüssigkeit innerhalb des Labyrinths des Innenohrs
Endometrium das weiche, drüsenreiche Gewebe, das den Uterus auskleidet
Endostyl eine schleimproduzierende Rinne, die ventral achsenparallel im Kiemendarm niederer Chordaten liegt (homolog zur Thyreoidea); Hypobranchialrinne
endotherm wird ein Tier genannt, das eine hohe Körpertemperatur durch Stoffwechselwärme und eine Kontrolle des Wärmeverlustes aufrechterhält
Enterocoelie Coelombildung durch Aussackung aus dem Urdarm
Entoderm das innerste der drei embryonalen Keimblätter
epaxial werden Rumpfmuskeln genannt, die dorsal zum horizontalen Myoseptum liegen
ependymal werden die Zellen genannt, welche die Hohlräume des Zentralnervensystems auskleiden
epicerk wird eine Schwanzflosse genannt, bei der sich die Wirbelsäule in den größeren dorsalen Lappen fortsetzt
Epidermis äußere Hautschicht, die aus dem Ectoderm entsteht
Epididymis der aufgewundene Teil des Samenleiters, der neben dem Hoden liegt; Nebenhoden
Epiglottis der klappenähnliche Verschluss der Glottis
Epimer der Somit oder segmentierte dorsale Teil des embryonalen lateralen (paraxialen) Mesoderms
Epimysium die Membran, die einen Muskel umgibt
Epiphyse eine getrennte Verknöcherung, die das Ende eines Röhrenknochens bildet; auch Epiphysis cerebri (s. Pinealorgan)
Epithel eine Zellschicht, die eine Oberfläche bedeckt oder einen Hohlraum auskleidet und auf einer Basalmembran ruht
Erkenntnistheorie (evolutionäre E.) Theorie der stammesgeschichtlichen Entwicklung des Erkennens und Denkens; Evolution wird als ein informationsgewinnender Prozeß angesehen, und auch menschliches Erkennen und Denken werden aus biologischer Sicht auf Bedingungen der organischen Evolution zurückgeführt.
Ersatzknochen Knochen, der einen Knorpel ersetzt
Erythrocyt rotes Blutkörperchen
euryapsid mit einem Schläfenfenster in der Temporalregion des Schädels, das unten durch das Postorbitale und das Squamosum begrenzt ist
Evolutionstendenz eine graduelle adaptive Veränderung in der Evolution eines Merkmals innerhalb einer phyletischen Linie; Morphokline
Evolutionäre Distanz (d-Distanz) Geschätzte Anzahl der Substitutionen, die im Verlauf der Evolution auf dem Weg zwischen einem letzten gemeinsamen Ahnen und zwei terminalen Taxa eingetreten sind. Dieser Wert ist höher oder gleich der sichtbaren Distanz.
evolutionäre Klassifikation Klassifikation, die phylogenetische Abfolgen durch Beurteilungen rekonstruiert, die auf allen zugänglichen Daten, einschl. Fossilien, beruht und sowohl lineare als auch verzweigte Evolutionsvorgänge erlaubt; sie führt häufig zur Abgrenzung paraphyletischer Taxa
ex- (lat. Vorsilbe} aus, jenseits
exokrin wird eine Drüse genannt, die sich in einen Gang entleert
facial auf das Gesicht bezogen
falciform sichelförmig
Fallschirmspringen ein teilweise kontrollierter Fall in einem Winkel größer als 45° zur Horizontalen
Fasciculus ein Bündel von Nerven- oder Muskelfasern
Faszie fibröses Bindegewebe
faunivor sich hauptsächlich von tierischer Nahrung ernährend
Fenestra eine große Offnung, wie z. B. im Beckenknochen; Fenster
Fermentation enzymatische Aufschließung einer organischen Verbindung; Zelluloseverdauung durch Enzyme, die durch symbiontische Bakterien und Protozoen bereitgestellt werden
Festigkeit Fähigkeit von Stützgewebe, einer Kraft zu widerstehen, ohne zu brechen oder sich dauerhaft zu verformen
Fissur eine Kerbe oder Einsenkung, wie z. B. an der ventralen Oberfläche des Rückenmarks
Fitneß Der durchschnittliche Beitrag eines Allels oder Genotyps zur nächsten Generation oder zu folgenden Generationen, verglichen mit dem Beitrag anderer Allele oder Genotypen.
Flügeltiefe die geradlinige Verbindung zwischen der führenden und der nachfolgenden Kante einer Tragfläche in der Fortbewegungsrichtung
Flüssigkeitsfilmschmierung eine Schmierung, bei der die sich bewegenden Teile aufgrund eines Filmes von Schmiermittel keinen Kontakt miteinander haben
Flächenbelastung das Gewicht eines Fliegers geteilt durch die Fläche seiner Tragflächen
Follikel eine Struktur mit einem Hohlraum
Fovea eine Grube in der Retina, Ort des schärfsten Sehens
Freikörperdiagramm eine Zeichnung eines isolierten mechanischen Systems, die alle äußeren Translations- und Rotationskräfte, die auf das System wirken, als Vektoren darstellt
frontal werden Ebenen genannt, die einen Körper in anteriore und posteriore Abschnitte unterteilen
Funiculus ein Bündel oder eine Region von Nervenzellausläufern im Rückenmark
Furchung die Zellteilungen, welche die Zygote in eine Blastula umwandeln
Gamet Ei oder Spermium
Gangart eine regelmäßige, wiederholte Art und Bewegungsabfolge der Füße beim Gehen oder Rennen
Ganglion eine Ansammlung von Nervenzellkörpern -vor allem, wenn sie außerhalb des Zentralnervensystems liegt
Ganoin dicker, lamellärer Schmelz
Gastralia knöcherne Stützen des Abdomens mancher Tetrapoden
Gastrocoel der Hohlraum der Gastrula
Gastrula der frühe Embryo, der aus zwei und potentiell drei Blastem-Zellschichten besteht
Gastrulation die Vorgänge, die eine Blastula in eine Gastrula umwandeln
gefiederte Muskeln Muskeln, deren Fasern schräg in Richtung auf eine mehr oder weniger zentrale Sehne hin geneigt sind
Gendrift, genetische Zufallsdrift Genetische Veränderung von Populationen, die auf Zufallsprozessen beruhen; Gendrift wirkt sich besonders in sehr kleinen Populationen aus.
Genetische Distanz Eines von mehreren Maßen für den Grad des genetischen Unterschiedes zwischen Populationen, der auf Unterschieden in den Allelfrequenzen beruht.
Genfluß Austausch von Genen oder Allelen zwischen Populationen.
Genotyp Gesamtheit der Gene eines Individuums.
Genpool Gesamtheit der Gene in einer Population zu einer bestimmten Zeit.
Genus Gattung; erster Terminus in einem Binomen.
geometrische Ähnlichkeit maßstäbliche veränderung, die Körperproportionen unverändert beibehält, wenn sich die Körpergröße ändert
Geschwindigkeit Positionsänderung pro Zeit in einer bestimmten Richtung
Geweih der knöcherne, regeImäßig abgeworfene Auswuchs am Kopf der Hirschartigen
Gewichtung Unterscheidung von Merkmalen nach einer Rangfolge relativer Homologiewahrscheinlichkeiten, bewertet nach der Erkenntnis- oder Ereigniswahrscheinlichkeit.
Gieren Rotation eines Schwimmers oder Fliegers um seine vertikale ( dorsoventrale) Achse
Gleiten ein kontrolliertes Absinken in Luft in einem Winkel von weniger als 45° zur Horizontalen
Glomerulum Knäuel von Kapillaren innerhalb der Nierenkapsel; verschiedene Aggregate von Nervenfasern
glossal auf die Zunge bezogen
glossopharyngeus (N.) der neunte Hirnnerv, bzw. der mit ihm assoziierte Kern im Zentralnervensystem
Glottis die Qffnung des Pharynx in den Kehlkopf
Gnathostomata alle Vertebraten mit Kiefern
Gonade Geschlechtsdrüse; Ovar oder Hoden
Gonopodium Kopulationsorgan an der Analflosse mancher männlicher Teleosteer
Grade bestimmter Organisationsgrad einer Organismengruppe.
Gradualismus siehe Anagenese
graviportal für das Stützen eines großen Körpergewichtes geeignet
Grenzschicht die Region um ein schwimmendes oder fliegendes Objekt, in der Scherkräfte auftreten; diese Region ist verantwortlich für Reibungswiderstand
Grenzschmierung Schmierung, bei der die Anzahl die Kontaktstellen zwischen bewegten Teilen und der Druck auf sie durch die Wirkung eines Schmiermittels reduziert wird
Grundumsatz die minimale Rate, mit der homoeotherme Tiere Energie verbrennen
Gyrus eine Aufwölbung des Cerebrums oder des Cerebellums
Habenula eine kleine Ansammlung von Kernen im Epithalamus
Hangeln Klettern durch Armschwingen
Hautknochen oder Bindegewebsknochen, der direkt im Integument verknöchert, ohne Knorpel zu ersetzen
Hebel eine feste Struktur, die Kräfte übermittelt, indem sie an einem Drehpunkt ansetzt
Hebelarm der rechtwinklige Abstand zwischen der Wirkungslinie einer ausgeübten Kraft (oder Komponente einer solchen Kraft) und dem entsprechenden Drehpunkt
Hemibranchie ein Kiemenbogen, der nur an einer Oberfläche respiratorische Filamente trägt
Hemipenes paarige männliche Kopulationsorgane der Lepidosaurier
hepatisch auf die Leber bezogen
herbivor sich von Blättern und Pflanzenstängeln ernährend
Heritabilität Der Anteil der Varianz zwischen Individuen in einem Merkmal, der genotypischen Unterschieden zuzurechnen ist.
Hermaphrodit ein Individuum, das sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane enthält; Zwitter
heterocerk wird eine Schwanzflosse genannt, bei der sich die Wirbelsäule in den größeren Lappen ausdehnt
Heterochronie Evolutionärer Wandel des Phänotyps, der auf einer Änderung der zeitlichen Steuerung der Entwicklung beruht.
Heterochronie unterschiedliche Geschwindigkeit von "genetischen Uhren(( in verschiedenen Organismengruppen oder verschiedener Uhren (Genveränderungen) in derselben Organismengruppe
heterocoel wird ein Wirbelzentrum mit sattelförmigen Enden genannt, wie z. B. bei Vögeln
heterodont mit verschiedenen Zahntypen
Hippocampus ein Derivat des Archicortex in Form eines gebogenen Bandes, das sich an den lateralen Ventrikel anschließt
Hoden die männliche Gonade
holoblastisch wird eine totale Furchung genannt, d. h. die Furchung teilt das gesamte Ei
Holobranchie ein Kiemenbogen, der sowohl an den anterioren als auch den posterioren oberflächen respiratorische Filamente trägt
Holonephros eine hypothetische ursprüngliche Niere, die sich aus dem gesamten Nephrotom entwickelt
Holotypus Dasjenige Exemplar, welches in der Originalbeschreibung als der kennzeichnende 'Typus' bestimmt wird.
Homeobox hochkonservierte Basensequenz in entwicklungssteuernden Genen vieler Organismen, die ein DNA-Bindungsmotiv codiert
homocerk wird eine Schwanzflosse genannt, deren dorsale und ventrale Loben ungefahr gleich groß sind und sich über die Wirbelsäule hinaus ausdehnen
homodont mit nur einem funktionellen Zahntyp
homoeotherm wird ein Tier genannt, das eine beinahe konstante Körpertemperatur aufrechterhält
Homologie, homologe Homologe Merkmale sind Merkmale, die verändert oder unverändert aus einem Merkmal der ihren Trägem gemeinsamen Stammart hervorgegangen sind.
Homonym Einer von zwei oder mehreren identischen Namen, die unabhängig für dasselbe oder verschiedene Taxa eingeführt wurden.
Homoplasie strukturelle Ähnlichkeit von Teilen verschiedener Organismen, die nicht auf Homologie beruht
Homoplasie, homoplastisch Ähnlichkeit infolge mehrmaliger unabhängiger Evolution von Merkmalszuständen.
horizontal wird eine Ebene genannt, die den Körper in dorsale und ventrale Teile unterteilt
Hormon eine chemische Substanz, die in einem Körperteil freigesetzt, über das Kreislaufsystem transportiert wird und an einem anderen Körperteil eine Reaktion hervorruft
Hornschild eine große, flache, hornige Platte, Körperbedeckung von Reptilien
Hox-Gen ein homeotisches Gen; ein regulatorisches Gen, das so fundamentale Entwicklungsvorgänge wie die Etablierung von Polarität, Segmentierung und der Extremitäten kontrolliert
Hybridzone Verbreitungsgebiet der Hybriden aus zwei benachbarten Populationen.
Hyoidbogen der zweite Visceralbogen
Hyomandibulare das dorsale und hauptsächliche Segment des Hyoidbogens
Hyostylie Kieferaufhängung am Chondrocranium, hauptsächlich durch das Hyomandibulare
hypaxial werden Rumpfmuskeln genannt, die ventral zum horizontalen Myoseptum liegen
hyper- (griech. Vorsilbe} über, darüber
Hüpfen eine bipede, hopsende Gangart, bei der die Hinterbeine im Gleichtakt benutzt werden, z. B. beim Känguru
hypo- (griech. Vorsilbe} darunter, unterhalb, unter, jenseits
hypobranchial werden Kehlmuskeln genannt, die phylogenetisch aus der Hypaxialmuskulatur entstehen
hypocerk wird eine Schwanzflosse genannt, bei der sich die Wirbelsäule in den größeren ventralen Lobus fortsetzt
hypoglossus (N.) der zwölfte Hirnnerv, bzw. der mit ihm assoziierte Kern im Zentralnervensystem
Hypomer der unsegmentierte ventrale Teil des embryonalen lateralen Mesoderms
Hypophyse eine endokrine Drüse unterhalb des Hypothalamus, besteht aus Neuro- und Adenohypophyse
hypsodont werden Backenzähne mit hohen Kronen genannt, wie z. B. bei Huftieren und manchen Nagetieren
Hämalbogen der Teil bestimmter Caudalwirbel, der die Schwanzgefäße umschließt
Hämopoese Produktion von Blutzellen
Impedanz Verhältnis aus Druck und Volumenverlagerung an einer gegebenen Oberfläche in einem schallübermittelnden Medium; Produkt aus Dichte und Schallgeschwindigkeit des Mediums
Incertae sedis von ungeklärter taxonomischer Position.
Induktion Auslösung morphogenetischer Vorgänge in Embryonen oder Larven, in der Regel durch chemische Signale
Induktion, induktiv Schluß von speziellen Sätzen (Einzelbeobachtungen) auf einen allgemeinen Satz (erklärende Theorie).
induzierter Strömungswiderstand der Strömungswiderstand an den Enden einer Tragfläche, der eine Folge des Druckunterschiedes oberhalb und unterhalb der Tragfläche ist
Infra- (lat. Vorsilbe) unterhalb, unter
Infundibulum ventrale Ausstülpung des Diencephalons, welche die Neurohypophyse bildet
insectivor sich von Insekten oder ähnlicher Nahrung ernährend
Insulin ein Hormon des Pankreas
Intercentrum die vordere Einheit des Wirbelzentrums bestimmter Labyrinthodontia
Invagination Gewebseinstülpung am vegetativen Pol der Blastula nach innen, bildet den Urdarm der Gastrula
Involution Zelleinrollung, z. B. in die Gastrula am Blastoporus
Isolationsmechanismus(men) Mechanismen und Faktoren, die eine erfolgreiche Kreuzung verhindem.
isometrisch wird Muskelkontraktion ohne Muskelverkürzung genannt
Isometrisches Wachstum Die Wachstumsrate eines Organs oder eines Körperteils unterscheidet sich nicht von der des Gesamtkörpers.
isotonisch wird Muskelkontraktion ohne Spannungsänderung genannt
jugularis auf die Kehle oder den Hals bezogen
Kante Trennlinie zwischen zwei Taxa oder Gruppen von Taxa in einem Dendrogramm.
Kapillare ein mikroskopisch kleines Blutgefäß, durch dessen Wand Diffusion stattfindet
kapillare Adhäsion Verbindung zweier oberflächen als Folge der Oberflächenspannung eines Flüssigkeitsfilms, der die Kontaktfläche bedeckt
Kardinalvenen ursprüngliches Venensystem, das Blut aus dem Kopf, der dorsalen Körperwand und den Nieren ableitet
Kategorie Einheit der Klassifikation, z. B. Ordnung, Familie, Gattung, Art.
kavernös mit inneren Hohlräumen, wie z. B. das erektile Gewebe des Penis
Kehlkopf die knorpelige Konstruktion am anterioren Ende der Trachea
Keratin ein hartes, nahezu unlösliches Protein oder Albuminoid in der Epidermis und ihren Derivaten
kinematische Ähnlichkeit maßstäbliche Veränderung der Längen und der Perioden oszillierender Körperteile, so dass die Gelenkwinkel unverändert bleiben, wenn sich die KÖrpergröße ändert
kinetisch auf Bewegung bezogen; Schädel von Tetrapoden und manchen Crossopterygiern (Latimeria), die mehrere gegeneinander bewegliche Einheiten besitzen
kinetische Energie Energie, die aus Bewegung entsteht
Kinocilium das längste und komplexeste haarähnliche Cilium eines Neuromasten
Kippen Rotation eines Schwimmers oder Fliegers um seine Transversalachse; Neigen
Kladistik eine Schule der Taxonomie, die sich primär für die Abfolge der Verzweigungen in Stammbäumen interessiert
kladistische KlassifIkation Klassifikation, die phylogenetische Abfolgen durch Analyse ursprünglicher und abgeleiteter Merkmale verwandter Organismen analysiert und dichotom verzweigte Schwestergruppen bildet
Kladogenese Prozeß der Entstehung neuer Linien in der Folge von Artspaltungen.
Kladogramm Diagramm evolutionärer Verwandtschaftsverhältnisse nach den Prinzipien einer kladistischen Klassifikation; ein Dendrogramm, das außer der relativen Lage der Verzweigungen zunächst keine weiteren Informationen enthält
Kladus (Ast) eine Gruppe von Tieren, die apomorphe Merkmale teilt und daher einen gemeinsamen Vorfahren hat
Klassifikation Gruppierung von Objekten nach logischen Gesichtspunkten.
Kleistogamie Selbstbefruchtung innerhalb einer Blüte, die sich nicht öffnet.
Kloake gemeinsame Ausführöffnung für Produkte des Verdauungs- und des Urogenitalsystems
Kollagen prolinreiches Gerüsteiweiß, das in allen Bindegeweben vorhanden ist
Kommissur eine Faserverbindung zwischen den beiden Seiten des zentralen Nervensystems; Commissura anterior, Commissura posterior, Corpus callosum
Konvergenz Unabhängige Evolution ähnlicher Merkmale bei nichtverwandten Arten; meist aus verschiedenen Vorläufermerkmalen oder über verschiedene Entwicklungswege.
Konvergenz evolutionäre Veränderung in zwei oder mehr Stammeslinien, in denen entsprechende Merkmale, die früher unähnlich waren, aufgrund gleicher Umweltbedingungen einander ähnlich werden
Kopulation die Handlung, die eine innere Befruchtung bewerkstelligt
Kraft Produkt aus Masse und Beschleunigung; ein Druck oder ein Zug, der zumindest in der Regel eine Bewegung verursacht
Kreationismus Auffassung, daß die Organismen durch einen Schöpfer und nicht durch organismische Evolution entstanden sind.
Kronengruppe Artenreiches Monophylum am Ende einer Stammlinie; Begriff wird meist für rezente Arten verwendet.
Labyrinth die häutige Struktur des Innenohrs
labyrinthodont mit Zähnen mit komplizierten Mustern aus eingefaltetem Schmelz an ihren Seitenwänden; die primitivsten Amphibien: Labyrinthodontia
Lagena eine Erweiterung des Sacculus des Innenohrs
Lamelle eine dünne Membran oder Schicht
laminärer Fluss Fluss von Wasser oder Luft über einen bewegten Körper ohne Bildung von Wirbeln oder Turbulenzen
Last jegliche Belastung oder Kraft, die auf ein kompaktes Objekt ausgeübt wird
lepidotrich wird ein knöcherner segmentierter Flossenstrahl genannt
Leukocyt weißes Blutkörperchen
Ligament ein Strang oder ein Band aus Bindegewebe, das dazu dient, zwei oder mehrere skelettteile miteinander zu verbinden
lingual auf die Zunge bezogen
lumbal bezieht sich auf die Rückenregion zwischen den Rippen und dem Becken
Lumping sehr weitgehende Zusammenfassung höherer Taxa in niedere Taxa.
Lymphe Flüssigkeit im lymphatischen System und in den Gewebszwischenräumen
macrolecithal werden große Eier mit viel Dotter genannt
Macula sensorisches Epithel d~s Sacculus oder des Utriculus
Mamma Milchdrüse
Mandibularbogen der erste Visceralbogen
Masse die Menge an Materie, die ein Objekt enthält, Produkt aus Dichte und Volumen
Maximum Likelihood Berechnung der Wahrscheinlichkeit von Ereignissen auf der Grundlage statistischer Modellvorstellungen und Bevorzugung der danach wahrscheinlichsten Erklärung.
Mediastinum das Septum der Säugetiere, das rechte und linke Pleuralhöhlen trennt
Medulla der innere Teil eines Organs; der hintere Teil des Hirnstamms
Melanophore eine Pigmentzelle, die das schwarze Pigment Melanin enthält
Meninx (PI. Meningen) Hüllhäute, die das Zentralnervensystem umgeben
Meniskus ein Polster aus fibrösem Knorpel, das in einer Gelenkkapselliegt, wie z. B. am Knie
Merkmal Variable, in der Merkmalszustände verschiedener Taxa als vergleich- bare Werte erfaßt werden.
Merkmalszustand Repräsentation einer organismischen Eigenschaft bzw. des Fehlens einer Eigenschaft.
meroblastisch wird eine partielle Furchung genannt, d. h. die Furchung schließt die Dottermasse nicht mit ein
Mesectoderm Mesenchym, das aus den Kopf- Neuralleistenzellen entsteht
Mesencephalon das mittlere primäre Hirnbläschen; das Mittelhirn
Mesenchym embryonales Bindegewebe, das aus verzweigten, locker verbundenen Zellen besteht, die oft die Fähigkeit haben zu wandern
Mesenterium mesodermale Bindegewebsfalte, die ein inneres Organ an der Körperwand befestigt
Mesoderm die mittlere der drei embryonalen Keimschichten
mesolecithal werden Eier genannt, die eine mäßig große Dottermenge haben
Mesomer die kleine mittlere Abteilung des embryonalen lateralen Mesoderms
Mesonephros die funktionelle Niere fötaler Amnioten, die aus dem mittleren Teil des Nephrotoms
Mesorchium Mesenterium, welches den Hoden befestigt
Mesovarium Mesenterium, welches das Ovar befestigt
Metamer eine von seriell angeordneten, strukturellen Einheiten entlang der Körperachse
Metamorphose vollständige Verwandlung einer Larve oder eines Zwischenstadiums nach relativer Entwicklungsruhe in die Adultform
Metanephridium ein Exkretionsorgan mit Tubuli, die an einem Ende Zellen haben -"Podocyten" -die auf Filtration aus dem Blut spezialisiert sind und sich am anderen Ende in Coelomderivate entleeren
Metanephros die Niere der adulten Amnioten, die sich aus dem kurzen posterioren Teil des Nephrotoms entwickelt
Metencephalon das anteriore Derivat des embryonalen Rhombencephalons; aus ihm entsteht das Cerebellum und die Fons
Mimikry Nachahmung der Gestalt anderer Organismen.
Monomorph Eine Population, in der praktisch alle Individuen denselben Geno- typ an einem Genort haben.
Monophyletische Gruppe Geschlossene Abstammungsgemeinschaft, die ausschließlich aus einer Stammart und allen ihren Folgearten besteht.
monophyletische Gruppe eine Gruppe, die einen gemeinsamen Vorfahren und alle seine Nachkommen umfasst
Monotypisch nur eine Art umfassend.
Morphokline Eine Anordnung von Merkmalszuständen, wobei jeder Zustand plausibel nur von den in der Anordnung benachbarten Zuständen abgeleitet werden kann.
Morphokline eine Evolutionstendenz
Morphologie die Wissenschaft, beobachtete Strukturen miteinander in Verbindung zu setzen und zu interpretieren
Morphologie, morphologisch Wissenschaft vom Bau und von der Gestalt des Körpers der Lebewesen und seiner Organe.
Morphospezies allein aufgrund morphologischer Merkmale definierte Art.
Morphotyp Merkmalskonfiguration eines als Vorfahr einer Stammlinie angesehenen Taxon.
Mosaikevolution Evolution von verschiedenen Merkmalen innerhalb einer Linie oder Clade mit unterschiedlichen Raten, d. h. mehr oder weniger unabhängig voneinander.
Mucosa ein Gewebe, das Schleim enthält oder sezerniert
Mucus ein klares schlüpfriges Sekret, Schleim
Myelencephalon das posteriore Derivat des embryonalen RhombeIicephalons; aus ihm entsteht die Medulla oblongata
Myelin Markscheide einer Nervenfaser
Myocard Muskelschicht des Herzens
Myocoel der transiente Hohlraum im Myotom
Myomer die Axialmuskulatur eines KÖrpersegments
Myometrium der muskuläre Teil des Uterus
Myoseptum Bindegewebsschicht, welche die Myomeren voneinander trennt
Myotom der mittlere Teil des Epimers
Naht die Vereinigung oder der Saum zwischen den Knochen an einem unbeweglichen Gelenk
Nebenniere eine endokrine Drüse, die neben den Nieren liegt
Neocortex der mediale und bei Säugern der größte Teil des cerebralen Cortex
Neostriatum dorsaler Teil der Basalganglien
Neotenie die Verlangsamung der Entwicklung eines somatischen Merkmals, so dass es auch in späteren Entwicklungsstadien juvenil erhalten bleibt; Fortpflanzung auf juvenilem Status
Nephridium ein tubuläres Exkretionsorgan
nephrisch auf die Niere bezogen
Nephrocoel der Hohlraum des Mesomers
Nephron die funktionelle Einheit einer Niere
Nephrostom eine cilientragende Offnung, die vom Coelom in einen exkretorischen Tubulus führt
Nephrotom der nephrogene Teil des Mesomers
Neuralbogen der Teil der Wirbel, der neben und über dem Rückenmark liegt
Neuralfalten Längsfalten entlang der Neuralplatte, die sich während der Neurulation aufeinander zu bewegen
Neuralleisten Aggregate von Zellen, die aus dem Ectoderm entstehen und neben dem embryonalen Rückenmark liegen, bevor sie abwandern und sich an der Bildung einer Vielzahl von Strukturen beteiligen
Neuralplatte der verdickte Teil des Ectoderms, der über dem Chordamesoderm liegt und aus dem später das Zentralnervensystem entsteht
Neuralrohr das embryonale Zentralnervensystem
Neurilemm die dünne Hülle um das Myelin einer Nervenfaser oder, wenn die Faser nicht myelinisiert ist, um den Axonzylinder
Neurocoel Hohlraum im Neuralrohr
Neurocranium der Teil des Schädels, der aus dem Chondrocranium entsteht
Neuroglia "Nervenkitt", nicht-neuronale Zellen des Zentralnervensystems mit Stütz-, Stoffwechsel- und elektrophysiologischen Funktionen
Neurohypophyse Teil der Hypophyse, der aus dem Infundibulum entsteht
Neuromast ein aus Haarzellen bestehendes Organ im Innenohr und im Seitenliniensystem
Neuron Nervenzelle
Neurotransmitter ein chemischer Stoff, der von Nervenendigungen freigesetzt wird und die Entladung anderer Neurone moduliert
Neurulation der Vorgang, der die Neuralplatte in ein Neuralrohr umbildet
nuchal auf den Hals bezogen
Nucleus der Kern, z. B. einer Zelle; eine Ansammlung von Nervenzellkörpern innerhalb des Zentralnervensystems
Octavolateralis-System Seitenliniensystem plus Innenohr
oculomotorius (N.) der dritte Hirnnerv, innerviert vier der sechs äußeren Augenmuskeln (M. rectus medialis, M. rectus inferior, M. rectus superior, M. obliquus inferior), bzw. der mit ihm assoziierte Kern im Zentralnervensystem
Odontoblast eine dentinproduzierende Zelle
Odontode ein isolierter oberflächlicher Zahn oder eine schuppenartige Struktur, die aus einer einzelnen Dermalpapille entsteht, aus Dentingewebe besteht und manchmal mit Schmelz oder Enameloid überzogen ist
olfaktorisch mit dem Riechsinn in Verbindung stehend
oligolecithal werden kleine Eier mit wenig Dotter genannt
Omasurn ein muskulärer Teil des Wiederkäuermagens; Blättermagen
Omenturn Mesenterium, das zwei innere Organe verbindet
omnivor sich aus einer Vielzahl von Pflanzen und tierischer Nahrung ernährend
Ontogenese, Ontogenie Die Entwicklung eines individuellen Organismus von der Zygote bis zum Tod.
Ontogenie Individualentwicklung vom befruchteten Ei bis zum Adultstadium
Oogonien proliferierende Zellen des Ovars, die zu Eiern werden
Operculum Kiemendeckel der Actinopterygii und Holocephali
ophthalmisch auf das Auge bezogen
opistbocoel wird ein Wirbelzentrum genannt, das posterior konkav und anterior konvex ausgebildet ist
Opisthonephros die adulte Niere der Anamnioten, die sich aus dem gesamten oder einem Großteil des Nephrotoms posterior zum Pronephros entwickelt
optisch oder opticus auf das Auge bezogen
oral auf den Mund bezogen
Organisationsgrad Ein Grad an phänotypischer Organisation, der während der Evolution von einer oder mehreren Arten erreicht wurde.
Orthologie, ortholog Homologiebegriff in der Molekularbiologie; Gene sind ortholog, wenn sie nicht durch Genduplikation beim letzten gemeinsamen Vorfahren entstanden sind.
Os cornu ein permanenter knöcherner Hornzapfen
Ossicon das Horn der Giraffe; ein permanenter, hautbedeckter Knochenauswuchs
Osteoblast eine knochenablagernde Zelle
Osteocyte eine Knochenzelle
Osteoderm ein Knochen in der Dermis einiger Reptilien
Osteoklast eine knochenresorbierende Zelle
Osteon ein Zylinder innerhalb des Zylinders, strukturelle Einheit von Dentin oder Knochen
Ostium eine schmale Offnung in einen Gang oder einen Raum
Ostracodermata Agnatben mit knöchernen Panzern oder Schuppen
oszillatorischer Antrieb der Antrieb eines Schwimmers, entsteht durch Vor- und Zurückbewegungen der paarigen Extremitäten
Otolith ein verkalkter Körper im Innenohr
Ovar die weibliche Gonade
Ovidukt Gang, der die Eier zur Kloake oder zum Uterus leitet
ovipar werden Tiere genannt, die Eier legen
ovovivipar werden Tiere genannt, die ihre Eier bis zum Schlüpfen der Jungen im Körper halten, die ihre Embryonen aber nicht ernähren, während sie im Eisack oder im Uterus sind
Ovum Eizelle
Paedomorphose Beibehaltung urtümlicher juveniler Merkmale in späteren Entwicklungsstadien, z. B. Kiemen bei adulten Urodelen
Palaeocortex lateroventraler Teil des cerebralen Cortex; basale Rinde, wird bei Säugern zum Tuberculum olfactorium, Amygdala und piriformen (Riech- ) Cortex
Palaeostriatum zentraler Teil der Basalganglien
Palatoquadratum das dorsale Segment des Mandibularbogens
Paläontologie, paläontologisch Lehre von den ausgestorbenen Organismen.
Panmixie, panmiktisch Zufallspaarung zwischen Mitgliedern einer Populati
Paraganglia chromaffines Gewebe, das benachbart zu den sympathischen Nervenganglien liegt
Parallelismus evolutionäre Veränderung in zwei oder mehr Stammeslinien, in der entsprechende Merkmale unabhängig gleichwertige Abwandlungen durchlaufen, ohne signifikant ähnlicher oder unähnlicher zu werden
Paralogie, paralog Homologiebegriff in der Molekularbiologie; zwei oder mehrere Genorte oder ihre Polypeptidprodukte, die durch Duplikation eines Vorläufergenorts entstanden sind und gemeinsam in einem haploiden Chromosomenkomplement vorkommen.
paramesonephrischer Gang das Primordium des weiblichen Fortpflanzungstraktes
Paraphyletische Gruppe Unnatürliche Artengruppe, die durch Symplesiomorphien gekennzeichnet ist.
Parasympathicus der Teil des autonomen Nervensystems, der einen craniosacralen Ausgang hat. Transmitter am Erfolgsorgan: Acetylcholin
Parathyreoidea eine endokrine Drüse in der Nähe der Thyreoidea, die den Calcium- und Phosphatstoffwechsel kontrolliert
parietal bezogen auf eine äußere Wand, wie z. B. die Brust oder den Schädel; auch ein Teil des Neocortex
Parthenogenese Entwicklung des Embryos ohne Befruchtung; Jungfernzeugung
Patagium eine Hautmembran, die als Tragfläche beim Fliegen oder Gleiten benutzt wird; Flughaut
Pecten das ernährende Organ innerhalb des Augapfels der Vögel
Pedunculus einer der Fasertrakte, die zum cerebellum ziehen; Stiel des Fischschwanzes
Penis männliches Kopulationsorgan von Amnioten
peri- (griech. Vorsilbe) um, herum
pericardial das Herz umgebend
Perichondrium Bindegewebshaut, die Knorpel bedeckt
Periost bindegewebige äußere Knochenhaut
peritoneal bezogen auf die Körperhöhle, welche die Eingeweide enthält
Pernymphe Flüssigkeit, die das Labyrinth des Ohrs umgibt
Pfortader eine Vene, die zwei Kapillarsysteme verbindet
Phagocyte eine Zelle, die dazu fähig ist, Fremdmaterial aufzunehmen
Pharynx der Teil des Darmkanals zwischen Mund und Oesophagus; Schlund
Pheromon ein chemischer Stoff, der von einem Tier produziert wird und bei einem Artgenossen eine Verhaltensantwort auslöst
Photophore eine Licht produzierende Zelle
Phyletische Evolution Änderung der Merkmalskonfiguration einer Stammlinie über die Zeit.
phyletische Linie eine Stammeslinie, die kontinuierlich und vollständig durch Fossilien belegt ist; Genera, die durch lineare und sich verzweigende Phylogenie miteinander verwandt sind
Phylogenese, phylogenetisch Stammesgeschichte der Organismen.
Phylogenie Evolutionsgeschichte einer Stammeslinie
Physoclisten Fische mit einer Schwimmblase, die nicht über einen Gang mit dem Darm verbunden ist
Physostomen Fische mit einer Schwimmblase, die über einen Gang mit dem Darm verbunden ist
Phänotyp, phänotypisch Gesamtheit aller beobachtbaren und meßbaren Merkmale eines Organismus.
piezoelektrischer Effekt elektrische Spannung oder Polarität, die durch die Deformation eines kristallinen Materials entsteht
Pinealorgan Teil des Epithalamus, ursprünglich ein funktionelles Dorsalauge, bei höheren Vertebraten mit endokriner Funktion; Epiphysis cerebri
piscivor sich von Fisch ernährend
Placenta ein Organ aus fötalen und mütterlichen Geweben, die zum physiologischen Austausch zwischen den entsprechenden Blutströmen miteinander verbunden sind
Plakode eine lokale Verdickung embryonalen Ectoderms
plantigrad auf Sohlen gehend; die Sohle des Fußes steht beim Stehen und beim Gehen in Kontakt mit dem Untergrund, z. B. bei Mensch und Bär
Plasma die azelluläre Komponente von Blut oder Lymphe
Plastron ventraler Teil eines Schildkrötenpanzers
Plattentektonik die Vorstellung, dass große Teile der Erdkruste unabhängig voneinander auf dem darunter liegenden geschmolzenen Mantel treiben
platyan wird ein Wirbelzentrum genannt, das an beiden Enden mehr oder weniger flach ist; auch acoel
plesiomorphes Merkmal ein primitives oder ursprüngliches Merkmal
Plesiomorphie, plesiomorph Homologer Merkmalszustand vor der Entstehung einer evolutiven Neuheit.
pleural bezogen auf die Wand der Brusthöhle
Pleurocentrum die paarigen, weiter posterior gelegenen Einheiten des Centrums bestimmter Labyrinthodontier und alle Centren, die sich daraus ableiten
pleurodont werden wurzellose Zähne genannt, die an ihrer äußeren Oberfläche mit dem Kieferknochen verbunden sind
Plexus ineinander verschlungene Nerven oder Blutgefäße
Podocyte exkretorische Zelle mit fingerähnlichen Ausstülpungen, die für die Ultrafiltration geeignet sind
poikilotherm wird ein Tier genannt, das keine konstante Körpertemperatur aufrecht erhält
Polymorphismus, polymorph gleichzeitiges Auftreten mehrerer unterschiedlicher Geno- und Phänotypen in einer Population.
Polyphyletische Gruppe unnatürliche Artengruppe, die durch Homoplasien gekennzeichnet ist.
polyphyodont mit mehreren aufeinander folgenden Zahngenerationen
Polytypisch mehr als eine Art umfassend.
Pons Brücke ventrales Derivat des MetencephaIons
pontin bezogen auf die Pons des Gehirns
Population Gesamtheit der an einem Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt vorkommenden Individuen einer Art.
potentielle Energie eine Energie, die aus der Lage entsteht, entweder bezüglich zur Schwerkraft oder zu einer elastischen Belastung
primitives Merkmal ein Merkmal, das früh in der Evolution einer monophyletischen Gruppe vorhanden war; Plesiomorphie
Primitivstreifen mediane Einsenkung im frühen Amniotenembryo, über die der größte Teil des embryonalen, dorsolateralen Mesoderms durch Migration und Involution von Zellen des Epiblasten gebildet wird
Prioritätsregel Regel der botanischen und zoologischen Nomenklatur, wonach der zuerst veröffentlichte verfügbare Name eines Taxon gültig ist.
procoel wird ein Wirbelzentrum genannt, das anterior konkav und posterior konvex ist
Proctodaeum der posteriore Teil einer teilweise unterteilten Kloake, der aus dem Ectoderm entsteht
Profilwiderstand der gesamte Strömungswiderstand gegenüber einem fliegenden oder gleitenden Objekt, der nicht mit den Tragflügelenden assoziiert ist
Progenese Paedomorphose, die durch frühreife sexuelle Reifung eines Organismus entsteht, der noch in einem morphologisch juvenilen Stadium ist
Progesteron ein weibliches Geschlechtshormon, das die Schwangerschaft aufrechterhält
Pronator ein Muskel, der die Handflächen oder Fußsohlen nach unten dreht
Pronephros der am weitesten anterior gelegene Nierenabschnitt der Vertebraten und der erste, der sich während der Ontogenese entwickelt
Proprioceptor ein Sinnesorgan in einem Muskel, einer Sehne oder einem Gelenk, das Dehnung feststellt
Prosencephalon das vorderste der drei primären Hirnbläschen; das Vorderhirn
Protonephridium ein Exkretionsorgan mit Tubuli, die an einem Ende blind endigen und sich am anderen Ende an der Körperoberfläche entleeren
proximal zur Zentralachse des Körpers hin gelegen
Präadaptation prospektive Anpassung an noch nicht voll wirksame Umweltanforderungen; sowohl auf den Zustand als auch auf den Prozeß bezogen.
Präadaptation Verbesserung einer eingeschränkt funktionsfähigen Vorform durch die darwinistische Selektion; nach Auffassung mancher Biologen unabdingbare Voraussetzung für jede Evolution
Prädisposition präadaptiver Zustand einer Struktur oder Verhaltensweise, eines Komplexmerkmales, eines Organs, eines Organismus oder Verhaltensrepertoires; z. T. Synonym zur Präadaptation verwendeter Begriff.
Pterygiophore skelettale Stützelemente der Dorsal- und Analflossen
pulmonalis auf die Lunge bezogen
Punktualismus, punktualistisch Modell der Evolution, in dem Änderungen, die zu neuen Spezies führen, sehr schnell durch abrupten genetischen Wandel erfolgen sollen.
Putamen lateraler Teil des Neostriatums der Säugetiere
Pygostyl klingenförmiger Knochen, der das posteriore Ende der Wirbelsäule der Vögel bildet, entsteht durch Verschmelzung der letzten Schwanzwirbel
Pylorus Magenabschnitt, an den sich der Darm anschließt
Rectum Endabschnitt des Dickdarms
Reduktionismus, reduktionistisch Zurückführen komplexer Phänomene auf einfachere; die Anschauung, daß sich komplexe Strukturen und ihre Eigenschaften aus den Eigenschaften ihrer Teile erklären lassen.
Reibung mechanischer Widerstand gegenüber einer Relativbewegung. Trockene, statische Reibung ist das Produkt aus der senkrecht nach unten gerichteten Kraft und dem Reibungskoeffizienten
Reibungswiderstand Widerstand gegenüber einem bewegten Objekt, der durch Reibung innerhalb der Grenzschicht verursacht wird
Rekapitulation Der ontogenetische Gang von Merkmalen eines Organismus durch Stadien, die den adulten Merkmalen seiner phylogenetischen Vorfahren ähneln.
Rekapitulation Wiederholung von Stadien, die in ursprünglichen Gruppen als Adultstadien vorkommen, bei abgeleiteten Gruppen
Rekombination Das Hervorbringen neuer Kombinationen genetischer Informationen.
renalis auf die Niere bezogen
Reproduktion Fortpflanzung
Resultierende der einzelne Vektor, der einem gegebenen Satz von Vektoren gleichwertig ist
Rete ein Netzwerk kleiner Gefäße oder Fasern
retikulär von netzartiger Struktur
Reynolds-Zahl das Verhältnis aus der Trägheit eines flüssigen Mediums zu seiner Viskosität
rhinal auf die Nase bezogen
Rhombencephalon das hinterste der drei primären Hirnbläschen; das Hinterhirn
Rollen Rotation eines Schwimmers oder Fliegers um seine horizontale (anterior-posteriore) Achse
rudimentär wird der Zustand einer Struktur genannt, die bei einem Vorfahren funktionell war, aber nicht mehr nützlich ist und entweder in Größe oder aber in ihrer Komplexität reduziert ist
Rumen die größte Kammer des Wiederkäuermagens, Pansen
Sacculus die ventrale Kammer des Innenohrs
sacral bezieht sich auf die Region, wo die Wirbelsäule mit dem Beckengürtel artikuliert
sagittal wird die Ebene genannt, die den Körper in rechte und linke Teile unterteilt
saltatorisch angepasst an das Springen und Hüpfen
Sarcolemm Hülle, die eine Muskelfaser umgibt
Sarcomer Kontraktionseinheit eines quergestreiften Muskels
Sarcopterygium Flosse mit einem fleischigen Stiel
Scala naturae Auf ARISTOTELES zurückgehende hierarchische Abfolge der zunehmenden Komplexität der Organismen.
Scherung Spannung in einem elastischen soliden Körper, die durch Kräfte entsteht, die in entgegengesetzter Richtung entlang paralleler, dicht benachbarter Linien wirken; Schub
Schizocoelie Bildung des Coeloms durch Aufspaltung des Hypomers
Schmelz eine ausgesprochen harte, azelluläre Substanz ectodermalen Ursprungs, die Zähne, Dentikel und manche Fischschuppen bedeckt
Schwerpunkt der Punkt in einem Körper, in dem die resultierende Kraft der Schwerkraft wirkt; der Punkt, an dem ein Körper im Gleichgewicht in jeglicher Position aufgehängt werden kann; Schwerkraftzentrum
Schwestergruppe in der Kladistik eine von zwei Stammeslinien, die durch eine dichotome evolutionäre Verzweigung entstehen; zusammen bilden sie ein monophyletisches Taxon; Adelphotaxon
Schwestergruppen Taxa, die unmittelbare Nachkommen derselben Stammart sind.
Sclera zähe äußere Hülle des Auges; Lederhaut
Sclerotom der mediale Teil des Epimers, bildet die Wirbel
Sehne zähes Band oder Strang aus Bindegewebe, das dazu dient, den Muskel an einem Knochen zu verankern
Seien Aufnehmen von kleinen, suspendierten Nahrungspartikeln in einen großen Mund, der während des Schwimmens offengehalten wird
Seitenverhältnis das Verhältnis der Spannweite zur mittleren Tiefe eines Tragflügels
sekundärer Gaumen ein Knochendach, das den Atemweg von der Mundhöhle abtrennt
Selektion natürliche Auslese; allgemein als wichtigste Triebfeder des Evolutionsgeschehens angesehener Prozeß.
Selektionsdruck Maß für die Stärke, mit der ein Genotyp ausgelesen wird.
Semaphoront momentaner Zustand eines Individuums.
serielle Homologie die Übereinstimmung von Strukturen, die unterschiedliche räumliche Positionen in einer Serie von ähnlichen Strukturen einnehmen
Sesambein ein Knochen, der in eine Sehne eingebettet ist oder sie unterbricht
Sexualdimorphismus, sexualdimorph Geschlechtsunterschied, der sich in Form einer mehr oder weniger stark zweigipfeligen Verteilung des Merkmals darstellen läßt.
sexuelle Homologie entsprechende männliche und weibliche Strukturen, die sich aus identschen embryonalen Primordien entwickeln
Sinus ein Hohlraum in einem Organ oder Gewebe
Sinus venosus der am weitesten posterior gelegene der ursprünglichen Herzabschnitte
Sinusoid eine ausgedehnte Kapillare, wie sie z. B. in der Leber und in bestimmten Drüsen auftritt
Skalieren die maßstäbliche Beziehung zwischen Körpergröße und Form
Solenocyt exkretorische Zelle mit einer Geisel, die von einer Hülle aus schlanken Filamenten umgeben wird
somatisch bezieht sich auf Körperteile, mit Ausnahme der Eingeweide
Somatopleura aus dem Hypomer entstehende äußere Mesodermschicht, die sich mit der ectodermalen Leibeswand verbindet
Somit Epimer, der segmentierte dorsale Teil des embryonalen lateralen Mesoderms
Somitomer eine Verdickung irn embryonalen, unsegmentierten, dorsolateralen Mesoderm; der Verläufer eines abgegrenzten Somiten im Rumpf, aber nicht im Kopf
Spannung Druck innerhalb eines elastischen Festkörpers, der aus Dehnung entsteht
Sparren Ansammlung solider Teile, die so arrangiert sind, dass sie einen festen Rahmen bilden; Gespärre, Fachwerk
Sparsamkeit Das Prinzip, Beobachtungen durch jene Hypothesen zu erklären, welche die wenigsten oder einfachsten Annahmen verwenden, für die keine Beweise vorhanden sind; in der Systematik das Prinzip, die geringste Anzahl von evolution ären Änderungen anzuführen, um eine phylogenetische Beziehung abzuleiten.
Species eine Gruppe von tatsächlich oder potentiell miteinander fortpflanzungsfähigen natürlichen Populationen; in ihrer Fortpflanzung ist sie von anderen solchen Gruppen isoliert
Spermatogonien die proliferierenden Zellen des Hodens, die nach den Reduktionsteilungen zu Spermien werden
Spermium männliche Keimzelle oder Gamet
spezialisiertes Merkmal ein Merkmal, das so umgewandelt wurde, dass es eine eingeschränkte Funktion oft mit großer Effektivität erfüllt
Sphincter ein flacher, zylinderförmiger Muskel, der eine Öffnung einschränkt
Spiraculurn eine Öffnung in den Pharynx, die aus der ersten Kiemenkammer entsteht; Spritzloch
Splanchnocranium Visceralskelett
Splanchnopleura aus dem Hypomer entstehende innere Mesodermschicht, die sich mit der entodermalen Darmwand verbindet
Splitting sehr weitgehende Aufspaltung niederer Taxa in höhere.
Stammlinienvertreter Organismus, der von der Stammlinie abstammt oder zu einer Stammlinienpopulation gehÖrt.
Standard-Stoffwechselrate minimaler Energieverbrauch ruhender Vertebraten
Stasis keine oder nur geringe evolutive Änderung in einer Stammlinie über einen langen Zeitraum.
statisches Segeln Flug, der durch Aufwinde aufrecht erhalten wird
statoacusticus (N.) der achte Hirnnerv bzw. der mit ihm assoziierte Kern irn Zentralnervensystem
Stereovilli die zahlreichen haarähnlichen Microvilli einer Neuromastenzelle
Sternum Brustbein
Stomodaeurn anteriore Einstülpung des Ectoderfis, die den Mund auskleidet
Stratum Schicht
Stroma Bindegewebsrahmen eines Organs, wie z. B. des Ovars
Strömungspotential ( elektrische Spannung) das elektrische Potential, das auftritt, wenn eine ionisierte Flüssigkeit durch Kanäle in einem Festkörper fließt, der geladene Oberflächen hat
subclavia in der Schulter gelegen
Sulcus eine Rinne, wie z. B. an der dorsalen oberfläche des Rückenmarks oder im Großhirn
Super-, supra-, sur- (lat. Vorsilbe) oberhalb, darüber
Supinator ein Muskel, der die Handflächen oder Fußsohlen nach oben dreht
Supraspezitisches Taxon Taxon oberhalb der Art.
Symmorphose das Konzept, dass die Struktur eines Organismus den funktionellen Anforderungen entspricht, sie aber nicht übertrifft
Sympathicus der Teil des autonomen Nervensystems, der einen thorakolumbalen Ausgang hat und Adrenalin oder Noradrenalin am Erfolgsorgan ausschüttet
Symphyse ein Füllgelenk mit einem Polster aus kollagenen Fasern oder fibrösem Knorpel, das die Knochen trennt
Symplesiomorphie Übereinstimmung in einem ursprünglichen Merkmal.
Symplesiomorphie das gemeinsame Auftreten primitiver Merkmale bei abgeleiteten Gruppen; begründet keine Verwandtschaft
Synapomorphie Übereinstimmung in einem abgeleiteten Merkmalszustand, der in einer nur ihren Trägem gemeinsamen Stammart evolviert worden ist.
Synapse Kontaktstelle zwischen Neuronen oder zwischen Nerv und Muskel für die Übertragung eines Impulses
synapsid mit einer Schläfenöffnung im Schädel, die oben durch das Postorbitale und das Squamosum begrenzt ist
Synarthrose ein unbewegliches Gelenk
Syndesmose ein Füllgelenk mit einem Band kollagener Fasern zwischen den Knochen, das eine eingeschränkte Bewegung zulässt
Synergist ein Muskel, der mit anderen die gleiche Wirkung entfaltet
synovial wird die dickflüssige, schmierende Flüssigkeit genannt, die innerhalb von Gelenkkapseln und Sehnenscheiden auftritt
Synsacrum eine Einheit des Vogelskeletts, die durch die Fusion zahlreicher Sacralwirbel entsteht
Syrinx das Stimmorgan der Vögel, das in der Nähe der Bifurkation der Primärbronchien liegt
Syrnpatrische Population Nahe verwandte Populationen, z. B. Arten, die in ein und demselben geographischen Areal vorkommen.
Systematik wissenschaftliches Studium von den Formen der Organismen und ihrer verwandtschaftlichen Beziehungen.
systemisch werden die Teile des Kreislaufsystems genannt, die nicht mit den Lungen oder den Kiemen in Verbindung stehen; ein ganzes Organsystem, i. w. S. den ganzen Körper betreffend
Talg Öl oder Fett
Taphonomie, taphonomisch Wissenschaft von den Prozessen der Verwesung und Fossilisierung eines Organismus; Beschreibung und Kausalanalyse der Entstehung eines Fossils.
Taxon eine Gruppe von Organismen, die in der Klassifikation als eine Einheit anerkannt werden
Taxon, Taxa konkrete systematische Einheit der Organismen, also eine Art oder eine monophyletische Gruppe.
Taxonomie Arbeitsrichtung der Biologie, die sich mit den Regeln und Vorschriften der Benennung und Zuordnung von Organismen zu Taxa befaßt.
Tectum opticum Dach des Mittelhirns
Telencephalon anteriores Derivat des embryonalen Prosencephalon; aus ihm entsteht u.a. das Großhirn
Teleologie, teleologisch Vorstellung, wonach Naturprozesse absichtsvoll geplant verlaufen; ursprünglich Lehre von der Zweckmäßigkeit; verbunden mit der Vorstellung von einem Schöpfer.
Teleonomie, teleonomisch Vorstellung, wonach die Evolution im Sinne DARWINS nicht ungerichtet verläuft; die Richtung ist jedoch weder vorgeplant, noch ist sie exakt vorhersagbar, denn Zufälle und unvorhersehbare Umstände prägen das Evolutionsgeschehen; der selbstorganisatorische Prozeß der Evolution und die durch die T. gekennzeichneten 'Kanalisierungen' unterscheiden sich diametral vom finalistischen Konzept der Teleologie.
telolecithal werden Eier genannt, deren Dottermasse in der vegetativen Hemisphäre konzentriert ist
Terminale Art Art, zu der rezente Populationen gehören, oder ausgestorbene Art, von der es keine Nachfolgearten gibt.
Thalamus die lateralen Wände des Diencephalons
thecodont werden Zähne genannt, die in einer Zahnhöhle verwurzelt sind
Thermik aufsteigende Warmluft; eine Doughnutförmige Blase aus zirkulierender warmer Luft
thorakal bezieht sich auf die Brust oder die Region der Rippen
Thrombocyte eine Blutzelle, die mit dem Gerinnungsprozess assoziiert ist
Thymus eine Drüse im oder in der Nähe des Halses, die mit dem Immunsystem in Verbindung steht
Thyreoidea eine endokrine Drüse im Halsbereich; Schilddrüse
Thyroidknorpel ein Knorpel des Kehlkopfs
Topologie, topologisch Anordnung von Taxa zueinander in einem gerichteten oder ungerichteten Dendrogramm.
Trabecula ein kleiner Stab, Balken oder Stütze; ein bestimmter Teil des Chondrocraniums; ein Knochendörnchen
Trachea die Luftröhre zwischen dem Kehlkopf und den Bronchien
transversal wird eine Ebene genannt, die den Körper in anteriore und posteriore (rostrale bzw. caudale) Abschnitte teilt
trigeminus (N.) der fünfte Hirnnerv, bzw. der mit ihm assoziierte Kern im Zentralnervensystem
Trochlea die knöchernen Rinnen innerhalb bestimmter Gelenke
trochlearis (N.) der vierte Hirnnerv, veranlasst Rotation des Auges um die Sehachse, bzw. der mit ihm assoziierte Kern im Zentralnervensystem
Trophoblast die äußere Zellschicht der Blastocyste der Säugetiere vor der Differenzierung der Keimblätter
Trägheit die Tendenz eines Objektes, in Ruhe oder in gleichmäßiger Bewegung in einer geraden Linie zu verbleiben, wenn keine äußeren Kräfte einwirken
Tunica eine umgebende Schicht, z. B. beim Hoden oder einem Blutgefäß
Tympanum Trommelfell
Typus Die bei der Beschreibung einer Art oder Gattung festgelegte Norm, an der der aufgestellte Name gebunden ist; der Typus ist für eine Art ein bestimmtes Individuum, für eine Gattung eine Art mit ihrem Typus.
undulatorischer Vortrieb der Vortrieb eines Schwimmers, der durch die Bewegung von Wanderwellen entlang des Körpers oder der medianen Flossen entsteht
Unguis das feste, äußere oder laterale Material eines Hufes, einer Klaue oder eines Nagels
unguligrad wird ein Tier genannt, das beim Stehen und in Bewegung nur über die Hufe Kontakt mit dem Untergrund hat, wie z. B. Pferd und Hirsch
Uniparental einelterlich.
Ureter Ausführgang des Metanephros
Urethra der Gang, der Urin aus der Blase abführt
Urodaeum der ventrale Teil einer teilweise unterteilten Kloake
Urophyse ventrale Anschwellung des caudalen Teils des Rückenmarks bei vielen Fischen
Urostyl stabförmiger Knochen, der das posteriore Ende der Wirbelsäule der Anuren bildet; entsteht durch Verschmelzung der Schwanzwirbel
Uterus das Organ, in dem sich das Ei oder der Fötus entwickelt
Utriculus die dorsale Kammer des Innenohrs
Vagina weiblicher Kanal, der den männlichen Penis während der Kopulation aufnimmt
vagus (N.) der zehnte Hirnnerv, Hauptbestandteil des parasympathischen Systems
Variabilität erbliche Abweichungen von der (morphologischen, physiologischen u. a.) Norm innerhalb einer Population und Generation.
vegetativer Pol die Region des Eies, in welcher der Dotter konzentriert und die Stoffwechselaktivität am geringsten ist
Vektor ein Wert, der sowohl Größe als auch Richtung hat, z. B. Kraft oder Geschwindigkeit; eine Linie, die eine solche Größe durch ihre Länge und Richtung repräsentiert
Vene Gefäß, welches das Blut zum Herzen leitet
ventral Bauch- oder Unterseite des Körpers
Ventrikel Hohlraum im Herzen bzw. im Gehirn
Vesikel ein kleiner Sack oder Raum
visceral auf die Eingeweide bezogen
Visceralbogen Kiemenbogen, der benachbarte Kiemenschlitze oder Schlundtaschen trennt
Viscus (pl. Viscera) inneres Organ, v. a. der Bauchhöhle; Eingeweide
vitellin auf den Dotter eines Eies bezogen
vivipar "lebende" Junge gebärend
Wellenwiderstand Widerstand gegenüber einem Boot oder einem Schwimmer, der von der Bildung von Oberflächenwellen herrührt
Wirbeltheorie eine Interpretation des aktiven Fluges, die auf der Interaktion zwischen den Nachlaufwirbeln und der Flügelbewegung beruht
Zona pellucida eine helle Eihülle der Säugetiere zwischen Follikelepithel und Eizelle
Zugspannung Belastung eines elastischen Körpers durch eine Last, die vom Objekt weg gerichtet und senkrecht zu seiner Oberfläche ist
Zwillingsarten Morphologisch übereinstimmende Arten.
Zygapophyse ein Vorsprung, der benachbarte Wirbel verbindet
Zygote das befruchtete Ei
Östrogen ein weibliches Steroidhormon, das u.a. für die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale verantwortlich ist

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